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Parvovirose

Leitsymptome:

  • Blutiger Durchfall, Erbrechen, Apathie, Anorexie, evtl. Fieber
  • Neutropenie

 

Labordiagnostik:

  • Antigennachweis mittels Schnelltest aus Kot
  • Nachweis der DNA mittels PCR im Kot

Ätiologie

Die canine Parvovirose (vgl. dazu auch Katzenseuche) wird durch das unbehüllte, Canine Parvovirus (CPV), Subtypen CPV-2a, CPV-2b und CPV-2c, ausgelöst. Parvoviren sind unbehüllte DNA-Viren, die extrem widerstandsfähig in der Umwelt sind. CPV sind vor ca. 40 Jahren durch Mutationen aus FPV entstanden. Die ersten CPV (CPV-2) waren nur für Hunde infektiös. Weitere Mutationen führten zur Entstehung der heute verbreiteten Subtypen des CPV, die auch Katzen infizieren und klinische Symptome verursachen können. Die neuen Subtypen haben mittlerweile das ursprüngliche CPV weltweit vollständig verdrängt, sodass ein CPV-infizierter Hund eine Infektionsquelle für ungeschützte Katzen darstellt, und umgekehrt mit Parvoviren infizierten Katzen eine Gefahr für Hunde darstellen können. Die Virustypen sind sich jedoch so ähnlich, dass eine Impfung mit dem ursprünglichen Typ CPV-2 gegen alle Typen schützt. Auch Katzen sind durch eine Impfung gegen FPV ausreichend gegen CPV geschützt.

Epidemiologie

CPV wird in großer Menge mit dem Kot erkrankter Tiere ausgeschieden. Ein Gramm Fäzes kann dabei eine Virusmenge enthalten, die für die Infektion einer Million Hunde ausreichen würde. Darüber hinaus ist das Virus außerordentlich widerstandsfähig und bleibt über Wochen und Monate in der Umwelt infektiös. Diese beiden Faktoren führen dazu, dass in einem betroffenen Zwinger schnell ein hoher Infektionsdruck aufgebaut wird, und die Einschleppung des Virus in einen Zwinger sehr leicht über verschmutzte Kleidung oder Schuhsohlen, z. B. von Besuchern, erfolgen kann, ohne dass ein direkter Kontakt mit einem infizierten Hund stattgefunden hat. Die Infektion eines Hundes in der Wohnung durch den Besitzer oder Besucher ist daher leicht möglich. Neben Hunden und Katzen umfasst das Wirtsspektrum von CPV auch Kojoten, Füchse und Wölfe.

Pathogenese

Die Übertragung des Virus erfolgt fäkal-oral. Nach einer Vermehrung im oropharyngealen lymphatischen Gewebe kommt es 1 - 5 Tage nach der Infektion zur Virämie. Der Tropismus des Virus für sich schnell teilende Zellen führt zur Schädigung der Zellen im Gastrointestinaltrakt (Kryptepithel des Dünndarms), Thymus, Knochenmark und in den Lymphknoten. Die Folgen sind eine Zottenverkürzung im Dünndarm, Malabsorption, bakterielle Translokation, Endotoxinämie und Leukopenie. Das Virus wird bereits 3-4 Tage nach der Infektion, also noch vor Beginn der Symptome, mit dem Kot über 14 Tage hinweg (in seltenen Fällen länger) ausgeschieden. Die Inkubationszeit beträgt 7 - 10 Tage. Der Schweregrad der klinischen Symptome wird durch verschiedene Faktoren, wie Vorhandensein von maternalen Antikörpern, Impfstatus und zusätzlichen Krankheiten (z. B. Parasitenbefall) bestimmt.

Klinik

Viele Hunde (vor allem die, die Antikörper durch Impfung oder vorhergehende Infektion besitzen) infizieren sich, erkranken aber nicht, sondern scheiden das Virus nur aus. Hunde mit einer Parvovirose entwickeln meist neben unspezifischen Symptomen (Apathie, Inappetenz, Fieber) blutig-wässrigen Durchfall und Erbrechen. Abhängig vom Schweregrad des Flüssigkeitsverlustes sind Anzeichen für Dehydratation und Hypovolämie festzustellen. Häufig auftretende Laborwertveränderungen sind Neutropenie, Lymphopenie, Panhypoproteinämie, Hypoglykämie und Hypokaliämie. Komplikationen der Parvovirose, wie Multiorganversagen (infolge der Sepsis), DIC, Aszites, Pankreatitis und Invagination, können lebensbedrohlich sein.

Diagnose

Die Diagnosestellung der Parvovirose erfolgt durch den direkten Erregernachweis im Kot. Es stehen verschiedene Schnelltests mit hoher Spezifität, aber nur mäßiger Sensitivität zur Verfügung. Tatsächlich infizierte Tiere können daher wegen falsch-negativer Tests übersehen werden. Bei negativem Ergebnis im Schnelltest sollte also im Verdachtsfall eine PCR zum Nachweis der viralen DNA durchgeführt werden. Die PCR kann aus Kot oder Vollblut durchgeführt werden (oder post mortem aus Gewebeproben). Sie ist sehr sensitiv. Hunde, die mit attenuierten Lebendvakzinen geimpft wurden, können bis mindestens 44 Wochen nach der Impfung im Antigen-Schnelltest und in der PCR positiv sein. Der Nachweis von Antikörpern ist zur Diagnosestellung einer Parvovirose nicht geeignet, da fast jeder Hund aufgrund einer vorhergehenden Impfung oder einer klinisch-inapparenten Infektion Antikörper besitzt. Zudem sind Antikörpernachweise bei natürlicher Infektion bei Auftreten erster Symptome meist noch negativ. Sinnvoll ist ein Antikörpernachweis jedoch zur Aussage über einen bestehenden Schutz, also zur Entscheidung über die Notwendigkeit einer Wiederholungsimpfung oder zur Bestimmung des optimalen Impfzeitpunktes bei Hundewelpen.

Behandlung

Die Therapie ist vom Schweregrad der klinischen Symptome abhängig. In den meisten Fällen ist eine intensivmedizinische Betreuung der Patienten notwendig. Als wirksames antivirales Medikament steht rekombinant hergestelltes felines Interferon-omega zur Verfügung, das in mehreren experimentellen und Feld-Studien zu einer signifikant höheren Überlebensrate von behandelten Tieren im Vergleich zur Placebogruppe führte. Die symptomatische Therapie beinhaltet eine Infusionstherapie mit dem Ausgleich von Elektrolytveränderungen und zum Ausgleich der metabolischen Azidose. Zur Verbesserung des kolloidosmotischen Druckes kann Plasma verabreicht werden. Bei Neutropenie und/oder blutigem Durchfall sollten Antibiotika zum Schutz gegen Sepsis möglichst intravenös verabreicht werden. Eine weitere Wirkung der Antibiose besteht in der Reduktion der mitotischen Aktivität des Darmepithels durch Verringerung der Darmflora. Bei Abwesenheit von Bakterien teilen sich die Mukosazellen des Dünndarms langsamer und bieten den Viren somit keine ausreichende Möglichkeit zur Vermehrung. Die Antibiotika sollten ein breites Spektrum aufweisen und besonders gegen gramnegative Keime wirksam sein, da gerade diese Darmbakterien aus dem Darm übertreten und eine Sepsis hervorrufen. Zudem sollten sie möglichst über den Darm und nicht über die Nieren ausgeschieden werden. Bei Erbrechen werden Antiemetika verabreicht. Der möglichst frühe Beginn der enteralen Ernährung reduziert die bakterielle Translokation und reduziert die Mortalität. Bei anhaltendem Erbrechen und Abfall des Serumalbumins sollte eine parenterale Ernährung möglichst über einen zentralen Venenkatheter erfolgen. Ist wegen starker Abdominalschmerzen eine Analgesie erforderlich, sind Metamizol oder Opioide (z. B. Buprenorphin, Fentanyl) geeignet.

Prophylaxe

Die Parvovirose ist in Deutschland durch die regelmäßige Impfung gut kontrolliert. In Zuchten, in denen nicht regelmäßig geimpft wird, kommen Parvovirusinfektionen dagegen häufig vor. Hunde sollten jederzeit einen Impfschutz aufweisen; die Impfung gegen Parvovirose gehört daher zu den Core-Impfungen. Heute sind nur noch Lebendimpfstoffe auf dem Markt, die wirksamer als inaktivierte Vakzinen sind. Ein wichtiges Problem bei der Grundimmunisierung gegen die Parvovirose stellen maternale Antikörper dar, die nach der Geburt kontinuierlich abfallen. Als „kritische Phase“ gilt die Zeitspanne, in der der Welpe die maternalen Antikörper so weit abgebaut hat, dass sie ihn nicht mehr vor einer Infektion schützen können. Diese geringe Restmenge an Antikörpern kann aber trotzdem noch mit der aktiven Immunisierung interferieren. Der richtige Zeitpunkt der Impfung hängt also entscheidend von der Menge der mit dem Kolostrum aufgenommenen Antikörper ab, und eine Immunantwort der Welpen nach Impfung mit herkömmlichen Vakzinen ist erst mit dem Abfall der maternalen Antikörper möglich. Im Idealfall ließe sich ein individuelles Impfschema erstellen, nachdem der optimale Impfzeitpunkt für den Welpen anhand einer Bestimmung des Titers der maternalen Antikörper bestimmt wurde. Dies ist jedoch in den seltensten Fällen praktikabel, sodass hauptsächlich ein empirisches Impfschema mit mindestens 3 Impfungen in den ersten 16 Lebenswochen angewendet wird. Eine erfolgreiche Impfung induziert einen langjährigen Schutz. Die meisten adulten Hunde haben Antikörper gegen CPV. Es besteht die Möglichkeit, diese Antikörper in verschiedenen Testsystemen zu bestimmen. Dies kann zur Entscheidung über die Notwendigkeit einer Wiederholungsimpfung herangezogen werden.

weiterführende Literatur

  • Tiermedizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre; Herausgegeben von H.J. Selbitz; U. Truyen; P. Valentin-Weigand; Enke-Verlag Stuttgart 10. Auflage (2015); Familie Parvoviridae –Parvovirose des Hundes; Uwe Truyen S. 462 ff.
  • Gerlach, et al. (2020) [Therapy of canine parvovirus infection - review and current insights]. Tierarztl Prax Ausg K Kleintiere Heimtiere 48 (1): 26-37. 10.1055/a-1020-3341
  • Boretti FS, Hofmann-Lehmann R (2018): Virusinfektionen. In: Praktikum der Hundeklinik, Hrsg Kohn B, Schwarz G, 12. Auflage, Enke Verlag, Stuttgart: 377-395.
  • Freisl, et al. (2017) Faecal shedding of canine parvovirus after modified-live vaccination in healthy adult dogs. Vet J 219 15-21. 10.1016/j.tvjl.2016.11.011
  • Sykes (2014): Canine Parvovirus Infections and other viral enteritides. In: Canine and feline infectious diseases. Sykes JE ed. Elsevier, St. Louis Missouri, 141-151.

 

Dauer der Immunität

Stand: November 2020

Die Angaben hinsichtlich der Dauer der Immunität unterscheiden sich je nach Antigen und je nach Hersteller. Der Übersichtlichkeit halber ist die Dauer der Immunität für die Staupe-, Parvovirose- und HCC-Komponente für die einzelnen Hersteller tabellarisch vorabgestellt:

Zulassungsinhaber

Impfstoffreihe

Dauer der Immunität für die Staupe-, Parvovirose- und HCC-Komponente

Boehringer

Eurican-Reihe

2 Jahre – die Grundimmunisierung besteht aus zwei Immunisierungen im Abstand von 4 Wochen, gefolgt von einer Immunisierung nach 1 Jahr.

Ecuphar

Rivac SHPPi+3LT

1 Jahr

Intervet

Nobivac-Reihe

3 Jahre

Virbac

Canigen DHPPi/ L

1 Jahr

Virbac

Virbagen canis-Reihe

3 Jahre – die Grundimmunisierung besteht aus zwei Immunisierungen im Abstand von 4 Wochen, gefolgt von einer Immunisierung nach 1 Jahr.

 

(Für Vibagen canis SHAP/LT, SHAPPi und SHAPPi/LT wird die Dauer der Immunität nur mit einem Jahr angegeben.)

Zoetis

Vanguard 7

2 Jahre

Zoetis

Versican Plus- Reihe

3 Jahre

Zugelassene Impfstoffe

Im Folgenden sind alle in Deutschland zur Anwendung an Hunden zugelassenen Impfstoffe aufgeführt, die eine Parvoviruskomponente enthalten. Für Impfstoffe, die bereits im Kapitel Hepatitis contagiosa canis detailliert beschrieben wurden, wurde auf eine Darstellung der Zusammensetzung, der Applikationshinweise sowie des Anwendungsgebietes verzichtet. Diese Impfstoffe sind in der folgenden Tabelle grau unterlegt. Die hier detailliert beschriebenen monovalenten Parvovirusimpfstoffe werden vornehmlich eingesetzt, um Welpen gegen Parvovirose zu schützen, bevor mit den regulären Impfungen begonnen wird.

Handelsname

Zulassungsinhaber

Impfantigen

leb./ inakt.

Hyperlink

Canigen DHPPi/ L

Virbac

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Parainfluenzavirus,

Staupevirus

inakt.

leb.

leb.

leb.

leb.

PharmNet

Eurican DAP

Boehringer Ingelheim

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

leb.

leb.

leb.

PharmNet

Eurican DAP-Lmulti

Boehringer Ingelheim

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Parainfluenza

inakt.

leb.

leb.

leb.

leb.

PharmNet

Eurican DAP-LR

Boehringer Ingelheim

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Parainfluenza,

Tollwut

inakt.

leb.

leb.

leb.

leb.

inakt.

PharmNet

Eurican DAPPi

Boehringer Ingelheim

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Parainfluenza

leb.

leb.

leb.

leb.

PharmNet

Eurican DAPPi-L

Boehringer Ingelheim

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Parainfluenza

inakt.

leb.

leb.

leb.

leb.

PharmNet

Eurican DAPPi-Lmulti

Boehringer Ingelheim

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Parainfluenza

inakt.

leb.

leb.

leb.

leb.

PharmNet

Eurican DAPPi-LR

Boehringer Ingelheim

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Parainfluenza,

Tollwut

inakt.

leb.

leb.

leb.

leb.

inakt.

PharmNet

Eurican P forte

Boehringer Ingelheim

Parvovirus

leb.

PharmNet

Feliserin Plus

IDT Biologika

Serum gegen Parvovirose, Katzenseuche und Katzenschnupfen

PharmNet

Nobivac Parvo

Intervet

Parvovirus

leb.

PharmNet

Nobivac SP

Intervet

Parvovirus,

Staupevirus

leb.

PharmNet

Nobivac SHP

Intervet

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

leb.

leb.

leb.

PharmNet

Nobivac SHPPi

Intervet

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Parainfluenza

leb.

leb.

leb.

leb.

PharmNet

Rivac SHPPi+3LT

Ecuphar

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Parainfluenzavirus,

Staupevirus

Tollwutvirus

inakt.

leb.

leb.

leb.

leb.

inakt.

PharmNet

Vanguard CPV

Zoetis

Parvovirus

leb.

PharmNet

Vanguard 7

Zoetis

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Parainfluenzavirus,

Staupevirus

inakt.

leb.

leb.

leb.

leb.

PharmNet

Versican Plus DP

Zoetis

Parvovirus,

Staupevirus

leb.

leb.

PharmNetPharmNet

Versican Plus P

Zoetis

Parvovirus,

leb.

PharmNetPharmNet

Versican Plus DHP

Zoetis

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

leb.

leb.

leb.

PharmNet

Versican Plus DHPPi

Zoetis

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Parainfluenza

leb.

leb.

leb.

leb.

EPAR

Versican Plus DHPPi/L4

Zoetis

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Parainfluenza

inakt.

leb.

leb.

leb.

leb.

EPAR

Versican Plus DHPPi/L4R

Zoetis

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Parainfluenza

Tollwutvirus

inakt.

leb.

leb.

leb.

leb.

inakt.

EPAR

Virbagen canis SHAP

Virbac

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

leb.

leb.

leb.

PharmNet

Virbagen canis SHAP/L

Virbac

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

inakt.

leb.

leb.

leb.

PharmNet

Virbagen canis SHAP/LT

Virbac

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Tollwutvirus

inakt.

leb.

leb.

leb.

inakt.

PharmNet

Virbagen canis SHAPPi

Virbac

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Parainfluenza

leb.

leb.

leb.

leb.

PharmNet

Virbagen canis SHAPPi/L

Virbac

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Parainfluenza

inakt.

leb.

leb.

leb.

leb.

PharmNet

Virbagen canis SHAPPi/LT

Virbac

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Parainfluenza

Tollwutvirus

inakt.

leb.

leb.

leb.

leb.

inakt.

PharmNet

Virbagen omega

Virbac

Omega-Interferon zur Anwendung bei Parvovirose des Hundes und FeLV- und / oder FIV-Infektionen der Katze

EPAR

Virbagen Parvo

Virbac

Parvovirus

leb.

PharmNet

Virbagen Puppy 2b

Virbac

Parvovirus

leb.

PharmNet

Zusammensetzung

Handelsname

Impfantigen

Zelllinie / Expressionssystem

Inaktivierung

Konservierungsstoff pro ml

Adjuvans

Eurican P forte

Parvovirus, canines

Stamm 780916

CrFK

k.A.

Feliserin Plus

Feliserin Plus ist ein stabilisiertes Serum vom Pferd mit neutralisierenden Antikörpern gegen Parvovirose, Panleukopenie und die Erreger des Katzenschnupfens, welches unter Verwendung von Panleukopenie-, felinem Rhinotracheitis- sowie den Calicivirusstämmen 255 und 2024 gewonnen wurde.

Natriumtimerfonat

0,05 mg

Nobivac SP

Parvovirus, 

  Stamm 154;

Staupevirus, Stamm Onderstepoort

FEF

 

VERO

Nobivac Parvo

Parvovirus, canines

Stamm 154

FEF oder A72

k.A.

Vanguard CPV

Parvovirus, canines

Stamm NL-35-D

NLDK-1

k.A.

Versican Plus DP

Parvovirus, canines, Typ 2b, Stamm Bio 12/B

Staupevirus, canines, Stamm Bio 11/A

k.A.

Versican Plus P

Parvovirus, canines, Typ 2b, Stamm Bio 12/B

 

k.A.

Virbagen omega

Interferon Omega feliner Herkunft

Seidenraupen

Filtration

Virbagen Parvo

Parvovirus, canines

Stamm CPV780916

k.A.

k.A.

Virbagen Puppy 2b

Parvovirus, canines

Stamm CPV39

k.A.

k.A.

Applikationshinweise

Handelsname

Dosis

frühester Impfzeitpunkt

Grundimmunisierung

Wiederholung

Bemerkungen

Eurican P forte

1 ml; s.c.

6 Wo

(a) hohes Infektionsrisiko: Erste Injektion ab 6 Wochen; zweite Injektion 2 Wochen später

 

(b) Ansonsten:

Erste Injektion ab einem Alter von 6 Wochen mit Eurican P forte.

 

Die weitere Grundimmunisierung erfolgt mit einem der anderen Kombinationsimpfstoffe.

Entsprechend dem Schema des Kombinationsimpfstoffes.

Der Impfstoff ist nicht zur Anwendung bei trächtigen und laktierenden Tieren bestimmt, hat sich im Versuch jedoch als unschädlich erwiesen.

Feliserin Plus

0,2 ml/ kg KGW, s.c. oder i.m.

Prophylaxe: 0,2 ml/kg Körpergewicht; Welpen von nicht vakzinierten Hündinnen, seuchenfreier Bestand: Applikation möglichst zeitnah nach der Geburt. Welpen regelmäßig vakzinierter Hündinnen, bei Erkrankungsfällen im Zwinger: Applikation mit Beginn der 5. Lebenswoche angezeigt. Bei hohem Infektionsdruck sollte die Dosis auf 1ml/kg Körpergewicht erhöht werden. Die Applikationen sind im Abstand von ca. 10 Tagen zu wiederholen, gegebenenfalls bis die Welpen den Bestand verlassen haben. Wird Feliserin Plus prophylaktisch angewendet, sollte grundsätzlich 2-3 Wochen nach der letzten Gabe eine aktive Immunisierung erfolgen.

Therapie: 0,4 ml/kg Körpergewicht täglich bis zur Besserung.

Nobivac Parvo

1 ml; s.c.

4 Wo

(a) Erste Injektion ab 4 Wochen; zweite Injektion 4 Wochen später; dritte Injektion 4 Wochen später

(b) Erste Injektion ab 8 Wochen; zweite Injektion 4 Wochen später

(c) Eine Injektion ab 12 Wochen

Die zweite oder dritte Injektion erfolgt mit einem der Kombinationsimpfstoffe.

alle 3 Jahre

Der Impfstoff kann bei trächtigen Tieren eingesetzt werden. Laktierende Hündinnen dürfen nicht geimpft werden, da hierzu keine Untersuchungen vorliegen.

Nobivac SP

1 ml, s.c.

ab 4 Wochen

a) Erste Injektion ab 4 Wochen; zweite Injektion 4 Wochen später; dritte Injektion 4 Wochen später

 

b) Erste Injektion ab 8 Wochen; zweite Injektion 4 Wochen später

 

(c) Eine Injektion ab 12 Wochen

 

Die zweite oder dritte Injektion erfolgt mit einem der Kombinationsimpfstoffe

 

alle 3 Jahre

Bei hohen maternalen Antikörpern ggf. eine dritte Gabe ab einem Alter von 12 Wochen; kann während der Trächtigkeit angewendet werden; kann mit Impfstoffen mit weiteren Komponenten desselben Herstellers kompletiert werden (Hinweise der Gebrauchs-information beachten!)

Versican Plus DP

1 ml, s.c.

ab 6 WochenWochen

Zwei Impfungen im Abstand von 3-4 Wochen

alle drei Jahre

Unbedenklichkeit während  der Frühphase der Trächtigkeit und der Laktation nicht belegt; kann zusammen mit Versican Plus L4 oder Versiguard Rabies als Lösungsmittel gemeinsam verabreicht werden (Hinweise der Gebrauchsinformation beachten!)

Versican Plus P

1 ml, s.c.

ab 6 Wochen

Zwei Impfungen im Abstand von 3-4 Wochen

alle drei Jahre

Unbedenklichkeit während  der Frühphase der Trächtigkeit und der Laktation nicht belegt; kann zusammen mit Versican Plus L4 oder Versiguard Rabies als Lösungsmittel gemeinsam verabreicht werden (Hinweise der Gebrauchsinformation beachten!)

Vanguard CPV

1 ml; s.c.

6 Wo

(a) ohne maternale Anti­körper: eine Einzeldosis

(b) bei maternalen Anti­körpern: zwei Dosen mind. im Abstand von 3 Wochen, 2. Dosis ab 12 Wochen

jährlich

Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt.

Virbagen omega

2,5 ME pro KGW

Das rekonstituierte Tierarzneimittel wird 3 Tage lang einmal täglich intravenös verabreicht.

Eine Impfung während und nach der Behandlung mit Virbagen Omega ist bis zur Genesung des Hundes kontraindiziert. Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt.

Virbagen Parvo

1 ml; s.c.

8 Wo

3 Dosen im Abstand von 3-4 Wochen (z.B. 8, 12, 15 Wochen)

Wiederholung im Abstand von 1-2 Jahren

Nicht bei trächtigen oder laktierenden Tieren anwenden.

Virbagen Puppy 2b

1 ml; s.c.

5 Wo

2 Dosen im Abstand von 2 – 4 Wochen; danach Immunisierung mit multivalentem Impfstoff, der eine Parvo-Komponente enthält

Nicht bei trächtigen oder laktierenden Tieren anwenden.

Anwendungsgebiet

Handelsname

Indikation

Eurican P forte

Aktive Immunisierung von Hundewelpen zur Intensiv- und Frühprophylaxe im Alter von 6 bis 12 Wochen gegen Parvovirose bei Vorhandensein maternaler Antikörper, um Mortalität und klinische Symptome durch Parvovirusinfektionen zu verhindern und die Virusausscheidung zu reduzieren.

Beginn der Immunität: 7 Tage nach der ersten Injektion von Eurican P forte; Dauer der Immunität: 1 Jahr nach vollständiger Grundimmunisierung.

Feliserin

Hund: Zur Prophylaxe und Unterstützung der Therapie der Parvovirose der Hunde. Kurz nach der Applikation von Feliserin Plus werden die Antikörper resorbiert und führen zu hohen Serumtitern. Die Serumtiter fallen in den folgenden 14 Tagen langsam ab und können in dieser Zeit unter den schützenden Wert fallen. Daher sollte die prophylaktische Anwendung von Feliserin Plus in 10 tägigem Intervall und die therapeutische Gabe täglich bis zur Besserung wiederholt werden.

Nobivac Parvo

Zur aktiven Immunisierung von gesunden Hunden gegen Parvovirose. Zur Verhinderung der durch Infektionen mit caninen Parvoviren bedingten klinischen Symptome und der Ausscheidung sowie zur Verringerung der Vermehrung von caninem Parvovirus.

Beginn der Immunität: 1 Woche nach Impfung; Dauer der Immunität: 3 Jahre

Nobivac SP

Zur aktiven Immunisierung von gesunden Hunden, um die durch Infektion mit caninem Staupevirus verursachten klinischen Symptome zu verhindern und zur aktiven Immunisierung gegen Parvovirose. Zur Verhinderung der durch Infektionen mit caninen Parvoviren bedingten klinischen Symptome und der Ausscheidung sowie zur Verringerung der Vermehrung von caninem Parvovirus.

Beginn der Immunität: 1 Woche nach Impfung; Dauer der Immunität: 3 Jahre

Vanguard CPV

Aktive Immunisierung von Hunden zur Reduzierung von durch canine Parvoviren hervorgerufenen Infektionen. Zur Verhinderung von Mortalität und klinischen Anzeichen, einschließlich Leukopenie sowie zur Reduzierung der Virusausscheidung von durch canines Parvovirus Typ 2a, 2b und 2c hervorgerufenen Erkrankungen. Die Immunität für das canine Parvovirus beginnt 7 Tage nach Verabreichung der 1. Impfung, wenn keine maternalen Antikörper (MA) vorhanden sind. Sind MA vorhanden oder ist der MA-Status nicht bekannt, beginnt die Immunität für das canine Parvovirus ca. 2 Wochen nach Verabreichung der letzten Dosis der Grundimmunisierung.

Dauer der Immunität: 1 Jahr

Versican Plus DP

Aktive Immunisierung von Hunden ab einem Alter von 6 Wochen zum Schutz vor Mortalität und klinischen Symptomen, verursacht durch canines Staupevirus zum Schutz vor klinischen Symptomen, Leukopenie und Virusausscheidung, verursacht durch canines Parvovirus

Beginn der Immunität: 3 Wochen nach der ersten Impfung; Dauer der Immunität: Mindestens 3 Jahre nach der Grundimmunisierung.

Versican Plus P

Aktive Immunisierung von Hunden ab einem Alter von 6 Wochen zum Schutz vor klinischen Symptomen, Leukopenie und Virusausscheidung, verursacht durch canines Parvovirus

Beginn der Immunität: 3 Wochen nach der ersten Impfung; Dauer der Immunität: Mindestens 3 Jahre nach der Grundimmunisierung.

Virbagen omega

Reduktion der Mortalität und der klinischen Symptome der Parvovirose (enterale Form) ab einem Alter von 1 Monat.

Virbagen Parvo

Zur aktiven Immunisierung von Hunden ab einem Alter von 8 Wochen um: Mortalität vorzubeugen und klinische Symptome von caniner Parovirose zu verringern die Ausscheidung von caninem Parvovirus nach der Infektion zu verringern.

Der Schutz beginnt 3 Wochen nach der Grundimmunisierung. Die Dauer der Immunität wurde für ein Jahr nach der Grundimmunisierung nachgewiesen. Entsprechend dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand kann für Parvovirose mit einer Immunitätsdauer bis zu 2 Jahren gerechnet werden.

Virbagen Puppy 2b

Zur aktiven Immunisierung von Hunden ab einem Alter von 5 Wochen gegen die canine Parvovirose, um die Virusausscheidung zu reduzieren und Mortalität sowie typische klinische Zeichen (enterische Form) zu vermeiden.

Beginn der Immunität: 2 Wochen nach der Impfung. Dauer der Immunität: bis zum Alter von 11 Wochen nachgewiesen.