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Tollwut

Leitsymptome:

  • variables 3-phasiges Krankheitsbild: Prodromal-, Exzitations- und Paralysestadium 
  • „stille“ oder „rasende“ Wut
  • Hydrophobie

 

CAVE: Anzeigepflicht; Zoonose!

Labordiagnostik:

  • direkter Erregernachweis mittels Immunfluoreszenz oder RT-PCR in Gehirnmaterial
  • sicherer Ausschluss einer Tollwut am lebenden (seuchenverdächtigen) Tier nicht möglich

Ätiologie

Das klassische Tollwutvirus verursacht die sogenannte terrestrische Tollwut. Taxonomisch ist es eines von sechzehn Tollwutviren aus dem Genus Lyssavirus. In Europa kommen neben diesem eigentlichen Rabiesvirus (RABV) auch die Virusspezies European Bat Lyssavirus 1 und 2 (EBLV-1 und -2), das Bokeloh Bat Lyssavirus (BBLV), das Westcaucasian Bat Lyssavirus (WCBV) sowie das Lleida Bat Lyssavirus (LLEBV) endemisch in der Fledermauspopulationen vor.

Die Tollwut ist eine nach dem Tiergesundheitsgesetz anzeigepflichtige Tierseuche und eine gefährliche Zoonose. Eine Infektion des Menschen endet fast ausnahmslos tödlich. Deutschland ist seit 2008 gemäß den Kriterien der Weltorganisation für Tiergesundheit (Office Internationale des Epizooties [OIE]) offiziell frei von der terrestrischen Tollwut; der letzte Fall eines infizierten Fuchses datiert aus dem Jahr 2006. Diese erfolgreiche Bekämpfung basiert im Wesentlichen auf zwei Säulen, zum einen auf der konsequenten Impfung von Hund und Katze, zum anderen, auf der Impfung des Hauptwirtes der Wildtollwut in Europa, dem Fuchs. Wurden die Haustiere ausschließlich mit inaktivierten Vakzinen geimpft, erfolgte die Impfung der Füchse hingegen mit Lebendvakzinen, die in Form von Impfködern ausgelegt worden waren.

In jüngster Zeit wird diskutiert, in wieweit es vor dem Hintergrund der Tollwutfreiheit noch gerechtfertigt ist, die flächendeckende Impfung der Hunde- und Katzenpopulationen zu fordern und fortzuführen. Diese Diskussion ist notwendig und deshalb sollen die wesentlichen Argumente für eine restriktive Tollwutimpfung hier kurz zusammengefasst werden. Deutschland ist nahezu vollständig umgeben von tollwutfreien Ländern. Einzige Ausnahme ist Polen, wo die Tollwut ebenso erfolgreich bekämpft wie in Deutschland. Hier treten Tollwutfälle nur noch vereinzelt an der Grenze zu Weißrussland und der Ukraine auf. Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben seit vielen Jahren die Tollwutbekämpfung harmonisiert und den freien Tierverkehr von Heimtieren etabliert. Zwischen den Mitgliedsstaaten dürfen Hunde und Katzen frei reisen, wenn Sie gegen Tollwut geimpft sind. Der Nachweis von Mindestantikörperspiegeln wird von keinem Mitgliedsstaat mehr gefordert. Bei der Einfuhr von Hunden und Katzen aus nicht gelisteten Drittländern wird nach wie vor neben dem EU Heimtierausweis (Gesundheitszertifikat, Nachweis der Tollwutimpfung, Identitätsnachweis) eine Bestimmung des Mindestantikörperspiegels von 0,5 IU/ml gefordert. Die Exposition unserer Haustiere und des Menschen kann daher nur noch durch infizierte Hunde und Katze erfolgen, die entgegen eindeutiger Einfuhrbestimmungen nach Deutschland verbracht werden. In der Vergangenheit ist dies in Einzelfällen geschehen. Seit 1978 sind insgesamt nur 10 Fälle bekannt geworden, in denen infizierte Hunde nach Deutschland eingeführt worden sind. Dies führte in Einzelfällen dazu, dass epidemiologische Nachforschungen angestellt und Kontaktpersonen und -hunde geimpft oder oder ggf. zusätzlich quarantänisiert werden mussten. Es kam in keinem Fall zu einer Infektion eines Menschen. Der Mensch kann nach Kontakt mit einem tollwütigen Tier durch eine so genannte „postexpositionelle aktive, gegebenenfalls auch passive Impfung“ geschützt werden. Die im Tiergesundheits- und Infektionsschutzgesetz auferlegte Anzeige- oder Meldepflicht stellt daher einen wirksamen Schutz vor tödlichen Infektionen des Menschen dar.

Vor diesem Hintergrund scheint eine flächendeckende Impfung der Hunde- und Katzenpopulation in Deutschland nicht mehr angemessen zu sein. Die Impfung (Grundimmunisierung und Wiederholungsimpfungen) sollte sich, wie in anderen Mitgliedsstaaten der EU mittlerweile üblich, auf Risikotiere und Tiere, die innergemeinschaftlich verbracht werden, beschränken. Folglich müssten nur Hunde und Katzen für den freien Verkehr innerhalb der EU regelmäßig gegen Tollwut geimpft und diese Impfung im Heimtierausweis dokumentiert werden. Geimpfte Tiere sind jedoch nach der derzeit gültigen Tollwutverordnung nach wie vor noch bessergestellt. Im unwahrscheinlichen Fall eines Kontaktes mit einem an Tollwut erkrankten oder auch nur seuchenverdächtigen Tier können sie unter behördlicher Beobachtung weiter zu Hause gehalten werden. Ungeimpfte Hunde sind nach Kontakt mit einem nachweislich infizierten Tier zu töten. Bei Kontakt mit einem seuchenverdächtigen Tier kann von der Tötung abgesehen werden. Die Hunde müssen dann aber isoliert in Quarantäne genommen werden. Das Risiko eines solchen Kontaktes ist aufgrund der langjährigen Tollwutfreiheit so gering, dass die Aufrechterhaltung des Status einer Core-Vakzinierung der Tollwutimpfung nicht mehr gerechtfertigt ist.

Die Fledermaustollwut

Seit einiger Zeit ist eine weitere Form der Infektion mit einem Tollwuterreger in das Bewusstsein der Öffentlichkeit geraten, die Fledermaustollwut. Epidemiologisch sind die terrestrische und die Fledermaustollwut nahezu vollständig getrennt, und es wurden in Europa nur einzelne Fälle einer Übertragung von Fledermaustollwutviren auf Tiere oder den Menschen (Schafe, Katzen, Steinmarder, vier Fälle bei Menschen (je zwei Fälle von EBLV-1 und -2)) berichtet. In Deutschland werden pro Jahr etwa 10 Fälle von Tollwut bei Fledermäusen gemeldet. In anderen Ländern, auch Länder, in denen die terrestrische Tollwut schon lange getilgt ist, wie z. B. Großbritannien, ist Fledermaustollwut unter Fledermäusen ebenfalls weit verbreitet. Die Europäischen Fledermaus-Tollwutviren sind zwar eng mit dem klassischen Tollwutvirus verwandt, durchlaufen aber einen Infektionszyklus bei insektenfressenden Fledermäusen. Zwischen 1954 und 2015 wurden europaweit insgesamt 1121 Tollwut-positive Fledermäuse an das „WHO Collaborating Centre for Rabies Surveillance and Research“ des Friedrich-Loeffler-Instituts gemeldet. Über 80 % der Fälle stammten aus den Niederlanden, Dänemark und Deutschland. Betroffen ist hier besonders das norddeutsche Flachland, in dem offenbar die dort häufig vorkommende Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus) das Hauptreservoir für EBLV-1 darstellt. Ohnehin betrafen 95 % der Fledermaustollwutfälle die Breitflügelfledermaus. EBLV-2 hingegen wurde in Deutschland erstmalig 2007 bei einer Wasserfledermaus (Myotis daubentonii) in Baden-Württemberg nachgewiesen. Das Bokeloh Bat Lyssavirus wurde 2010 erstmals bei einer Fransenfledermaus (Myotis nattererii) aus Niedersachsen gefunden. Grundsätzlich können Fledermaustollwutviren auch beim Menschen und bei Haussäugetieren eine klinische Tollwut verursachen. Eine Übertragung der Europäischen Fledermaustollwutviren auf andere Tiere tritt jedoch nur äußerst selten auf. Während in den USA, wo die Tollwut bei Fledermäusen durch das klassische, terrestrische Tollwutvirus ausgelöst wird, die Mehrzahl humaner Tollwutfälle in den vergangenen Jahren auf Fledermauskontakte zurückzuführen war, sind in ganz Europa in den letzten 50 Jahren beim Menschen vier tödlich verlaufene Tollwuterkrankungen infolge von EBLV-Infektionen bekannt geworden. Es ist kein Fall dokumentiert, in dem sich ein Hund mit einem Fledermaustollwutvirus infiziert hat, und lediglich in zwei Fällen ist das Virus auf eine Katze übergegangen. In keinem Fall wurde ein Fledermaustollwutvirus von einem infizierten Haussäugetier auf einen Menschen oder ein anderes Tier weiterübertragen. Dennoch sollte der direkte Kontakt zwischen Haustieren sowie Menschen und Fledermäusen möglichst vermieden werden, was durch die versteckte Lebensweise der Fledermäuse zumindest für Mensch und Hund möglich sein sollte. Kommt es doch einmal zu einem direkten Kontakt mit einer Fledermaus bei Menschen und Tieren, sind regelmäßig gegen Tollwut geimpfte Haustiere sicher gegen Infektionen mit den in Deutschland vorkommenden Europäischen-Fledermaus-Tollwutviren geschützt. Da zufällig betroffene Menschen in der Regel keinen Schutz vor einer Tollwutinfektion haben, kann je nach den näheren Umständen der Exposition zeitnah eine Tollwutimpfung mit den heute verfügbaren Tollwutimpfstoffen sowie eine Behandlung mit dem entsprechenden Immunglobulin durchgeführt werden.

Epidemiologie

Das Virus wird durch den Speichel infizierter Tiere übertragen. Dies erfolgt in der Regel durch den Biss eines an Tollwut erkrankten Tieres. Auch eine Kontamination von Wunden und Mikroläsionen mit infektiösem Speichel kann vorkommen.

Pathogenese

Das Virus wandert entlang der peripheren Nervenbahnen zu den Spinalganglien im ZNS, in denen es sich zunächst vermehrt, bevor es sich dendritisch über die Ganglienzellen bis in das Gehirn ausbreitet. Hier kommt es zu einer massiven Virusvermehrung mit anschließender zentrifugaler Ausbreitung über die Nervenbahnen in die Peripherie. Dabei gelangt das Virus unter anderem in die Speicheldrüsen und wird mit dem Speichel ausgeschieden. Der Speichel kann beim Hund schon 3 Tage vor Manifestation der Erkrankung virushaltig sein.

Klinik

Die Inkubationszeit bis zum Ausbruch zentralnervöser Erscheinungen beträgt beim Hund in der Regel 2 – 8 Wochen, selten bis zu 24 Wochen. Der klassische Verlauf einer Infektion mit dem Tollwutvirus umfasst die bekannten drei Phasen des Prodromal-, Exzitations- und Paralysestadiums. Als rasende Wut wird die Erkrankung bezeichnet, wenn ein starkes Erregungsstadium die anderen Stadien überlagert; von stiller Wut spricht man, wenn das Erregungsstadium fehlt, und Lähmungserscheinungen im Vordergrund stehen. Beim Hund können beide Formen und auch atypische Verläufe mit gastrointestinalen Symptomen auftreten. Die Krankheit dauert nach Einsetzen der ersten klinischen Symptome 1 – 7 Tage, bevor sie zum Tod führt.

Diagnose

Ein Antikörpernachweis im Blut eignet sich nicht zur Diagnose der Krankheit. Keines der am lebenden Tier durchführbaren direkten Nachweisverfahren erlaubt einen eindeutigen Ausschluss der Tollwut, sodass hierfür in der Regel die Euthanasie des verdächtigen Tieres notwendig ist. Zur Diagnose der Tollwut am toten Tier wird meist eine Kombination aus verschiedenen diagnostischen Techniken herangezogen. Früher wurde bei der histologischen Untersuchung von Gehirnmaterial, v. a. im Hippocampus, nach spezifischen Negri-Körperchen (intrazytoplasmatischen Einschlüssen in Neuronen) gesucht. Dieses Verfahren ist relativ langwierig, aufwendig und nicht sehr genau. Heute kann eine schnelle und genaue Diagnose z. B. durch Nachweis von viralem Antigen (IFT) oder Virus (Virusisolierung) oder viraler RNA mittels RT-PCR aus Gehirnmaterial erfolgen.

Behandlung

Die Prognose ist für Mensch und Tier nach Ausbruch der Krankheit immer infaust. Therapieversuche bei Tieren sind verboten.

Prophylaxe

Eine Impfung gegen Tollwut gilt nur noch als Non-Core-Vakzinierung, da die terrestrische Tollwut in Deutschland getilgt ist. Aufgrund der Tollwutfreiheit ist die flächendeckende Impfung von Hunden nicht mehr erforderlich. Allerdings sind geimpfte Tiere nach der nationalen Tollwutverordnung bei einem Kontakt mit ansteckungs- oder seuchenverdächtigen Tieren bessergestellt. Zudem ist bei innergemeinschaftlicher Verbringung eine Impfung gegen Tollwut vonnöten.

In Deutschland sind entsprechend der WHO-Empfehlungen und der Tollwutverordnung für die Impfung von Haus- und Heimtieren ausschließlich inaktivierte Impfstoffe zugelassen. Zur Verstärkung der Immunantwort des Impflings ist den Impfstoffen ein Adjuvans beigefügt. Die in den Impfstoffen enthaltenen Virusstämme werden heute durchgängig in permanenten Zellkulturen produziert. Die Impfstoffe stehen als monovalente Vakzinen oder in Kombination sowohl mit den Core- als auch mit Non-Core-Komponenten zur Verfügung. In der Tollwutverordnung wird die Erstimpfung gegen Tollwut ab einem Lebensalter von 12 Wochen gefordert, gefolgt von Wiederholungsimpfungen nach Angaben des Herstellers. Eine Grundimmunisierung bestehend aus drei Impfungen im Alter von 12 und 16 Wochen sowie 15 Lebensmonaten erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Tiere einen für Reisen in Endemiegebiete erforderlichen Titer von 0,5 IE/ ml erreichen. Ein derartiges Impfschema geht aber über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.

Der Nachweis der Immunantwort nach der Impfung ist durch die Bestimmung des Antikörpertiters gegen das Tollwutvirus im Neutralisationstest möglich. Die Höhe des Antikörpertiters, stellt ein gutes Indiz für die Immunantwort des Impflings dar. Seit langem wird die Höhe des Antikörpertiters als Korrelat für den Schutz gegen eine Tollwutinfektion betrachtet; doch heute ist bekannt, dass neben der humoralen Immunantwort zelluläre Immunmechanismen eine ebenso bedeutende Rolle in der dauerhaften Aufrechterhaltung des Immunschutzes gegen Infektionen mit dem Tollwutvirus spielen.

Im Sinne der Tollwutverordnung ist ein wirksamer Impfschutz 21 Tage nach einer Erstimmunisierung ausgebildet, wenn die Tiere zum Zeitpunkt der Impfung mindestens 3 Monate alt waren. Mit der Änderung der Tollwutverordnung seit dem 20.12.2005 können längere Impfintervalle in den EU-Heimtierausweis eingetragen werden. Sowohl bei Erstimmunisierungen als auch bei Wiederholungsimpfungen gilt der Impfschutz für den Zeitraum, den der Impfstoffhersteller für eine Wiederholungsimpfung angibt. Gemäß EU Verordnung (EU) Nr. 998/2003 vom 26. Mai 2003 sowie Nr. 576/2013 in Verbindung mit der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 577/2013 müssen tollwutempfängliche Heimtiere mit einem inaktivierten Impfstoff gemäß Herstellerangabe gegen Tollwut immunisiert sein, sofern sie innergemeinschaftlich verbracht werden sollen. Länderspezifische Einreisebedingungen bleiben davon unberührt.

weiterführende Literatur

  • Tiermedizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre; Herausgegeben von H.J. Selbitz; U. Truyen; P. Valentin-Weigand; Enke-Verlag Stuttgart 10. Auflage (2015); Rhabdoviridae; Ludwig Haas; S. 511 ff.
  • Korsgaard, et al. (2014) EFSA (European Food Safety Authority) and ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control), 2014. The European Union Summary Report on Trends and Sources of Zoonoses, Zoonotic Agents and Food-borne Outbreaks in 2012.
  • Tsiodras, et al. (2013) Re-emergence of animal rabies in northern Greece and subsequent human exposure, October 2012 - March 2013. Euro Surveill 18 (18): 20474.
  • Dacheux, et al. (2009) European bat Lyssavirus transmission among cats, Europe. Emerg Infect Dis 15 (2): 280-4.
  • Muller, et al. (2007) Epidemiology of bat rabies in Germany. Arch Virol 152 (2): 273-88. 10.1007/s00705-006-0853-5

 

Dauer der Immunität der Tollwutkomponente

Stand: November 2020

Im Folgenden sind alle in Deutschland zur Anwendung an Hunden zugelassenen Impfstoffe aufgeführt, die eine Tollwutviruskomponente enthalten. Für Impfstoffe, die bereits im Kapitel Hepatitis contagiosa canis , bzw. Leptospirose detailliert beschrieben wurden, wurde auf eine Darstellung der Zusammensetzung, der Applikationshinweise sowie des Anwendungsgebietes verzichtet. Diese Impfstoffe sind in der folgenden Tabelle grau unterlegt. Der Übersichtlichkeit halber ist die Dauer der Immunität für die Tollwut-Komponente für die einzelnen Hersteller tabellarisch vorabgestellt:

 

Zulassungsinhaber

Impfstoffreihe

Dauer der Immunität für die Tollwut-Komponente

Boehringer

Eurican-Reihe

3 Jahre

Boehringer

Rabisin

3 Jahre –die Grundimmunisierung besteht aus einer Immunisierung, gefolgt von einer weiteren Immunisierung nach 1 Jahr.

Ecuphar

Rivac SHPPi+3LT

1 Jahr

Intervet

Nobivac-Reihe

3 Jahre

Virbac

Virbagen-Reihe

2 Jahre –die Grundimmunisierung besteht aus einer Immunisierung, gefolgt von einer weiteren Immunisierung nach 1 Jahr.

Zoetis

Enduracell T

3 Jahre

Zoetis

Versican-Reihe

3 Jahre

Zugelassene Impfstoffe

Handelsname

Zulassungsinhaber

Impfantigen

leb./ inakt.

Hyperlink

Enduracell T

Zoetis

Tollwut

inakt.

PharmNet

Eurican DAP-LR

Boehringer Ingelheim

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Parainfluenza,

Tollwut

inakt.

leb.

leb.

leb.

leb.

inakt.

PharmNet

Eurican DAPPi-LR

Boehringer Ingelheim

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Parainfluenza,

Tollwut

inakt.

leb.

leb.

leb.

leb.

inakt.

PharmNet

Eurican LR

Boehringer Ingelheim

Leptospira spp.,

Tollwut

inakt.

PharmNet

Nobivac LT

Intervet

Leptospira spp.,

Tollwutvirus

inakt.

PharmNet

Nobivac T

Intervet

Tollwutvirus

inakt.

PharmNet

Rabisin

Boehringer Ingelheim

Tollwutvirus

inakt.

PharmNet

Rivac SHPPi+3LT

Ecuphar

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Parainfluenzavirus,

Staupevirus

Tollwutvirus

inakt.

leb.

leb.

leb.

leb.

inakt.

PharmNet

Versican Plus DHPPi/L4R

Zoetis

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Parainfluenza

Tollwutvirus

inakt.

leb.

leb.

leb.

leb.

inakt.

EPAR

Versican Plus Pi/L4R

Zoetis

Leptospira spp.,

Parainfluenza,

Tollwutvirus

inakt.

leb.

Inakt.

EPAR

Versiguard Rabies

Zoetis

Tollwutvirus

inakt.

PharmNet

Virbagen canis LT

Virbac

Leptospira spp.,

Tollwutvirus

inakt.

PharmNet

Virbagen canis SHAP/LT

Virbac

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Tollwutvirus

inakt.

leb.

leb.

leb.

inakt.

PharmNet

Virbagen canis SHAPPi/LT

Virbac

Leptospira spp.,

Parvovirus,

Adenovirus,

Staupevirus

Parainfluenza

Tollwutvirus

inakt.

leb.

leb.

leb.

leb.

inakt.

PharmNet

Virbagen

Tollwutimpfstoff

Virbac

Tollwutvirus

inakt.

PharmNet

Zusammensetzung

Handelsname

Impfantigen

Zelllinie

Inaktivierung

Thiomersal

pro Dosis

Adjuvans

Enduracell T

Tollwutvirus

   Stamm Flury LEP

BHK

k.A.

Aluminiumhydroxid

Nobivac T

Tollwutvirus

   Stamm Pasteur RIV

BHK

k.A.

0,1 mg

Aluminiumphosphat

Rabisin

Tollwutvirus

   Virus fixe, Stamm G52

BHK

k.A.

Aluminiumhydroxid

Versiguard

Rabies

Tollwutvirus,

   Stamm SAD Vnukovo-32

k.A.

k.A.

0,1 mg–

Aluminiumhydroxid

Virbagen Tollwutimpfstoff

Tollwutvirus,

   Stamm VP12

k.A.

k.A.

Aluminiumhydroxid

Applikationshinweise

Handelsname

Dosis

frühester

Impfzeitpunkt

Grundimmunisierung

Wiederholung

Bemerkungen

Enduracell T

1 ml; s.c.

ab 12 Wochen

eine Dosis

alle 3 Jahre

Nicht anwenden bei trächtigen und laktierenden Hunden.

Nobivac T

1 ml; s.c./i.m.

ab 12 Wochen

eine Dosis

alle 3 Jahre

Kann während der Trächtigkeit angewendet werden.

Rabisin

1 ml; s.c.

ab 12 Wochen

eine Dosis

ein Jahr nach Erstimpfung, danach alle 3 Jahre

Nicht anwenden bei trächtigen und laktierenden Hunden.

Versiguard

Rabies

1 ml; s.c.

ab 12 Wochen

eine Dosis

alle 3 Jahre

Zur Erreichung eines Titers von >0.5 IE ggf. zusätzliche Dosis verabreichen. Kann bei trächtigen und laktierenden Hunden angewendet werden.

Virbagen Tollwutimpfstoff

1 ml; s.c.

ab 12 Wochen

eine Dosis

ein Jahr nach Erstimpfung, danach alle 2 - 3 Jahre

Nicht bei trächtigen oder laktierenden Tieren anwenden.

Anwendungsgebiet

Handelsname

Indikation

Enduracell T

Zur aktiven Immunisierung von Hunden, Katzen, Rindern und Pferden gegen Tollwut. Die Impfung verhindert Erkrankung und Mortalität.

Beginn der Immunität: Belastbarer Impfschutz bei Hunden ist ca. 14 Tage nach der Impfung ausgebildet. Bis dahin sollten geimpfte Tiere keinem Infektionsrisiko ausgesetzt werden. Die Dauer der Immunität beträgt bei Hunden 3 Jahre.

Nobivac T

Zur aktiven Immunisierung von gesunden Hunden, Katzen, Frettchen, Rindern, Schafen und Pferden gegen Tollwut. Die Impfung verhindert Erkrankung und Mortalität.

Beginn der Immunität: Eine schützende serologische Antwort von > 0,5 I. E. ist in der Regel bei Hunden 3 Wochen nach Impfung zu erwarten. Dauer der Immunität: Bei Hunden 3 Jahre.

Rabisin

Zur aktiven Immunisierung von Hunden, Katzen, Marderartigen, Pferden, Rindern und Schafen gegen Tollwut. Die Impfung verhindert Erkrankung und Mortalität.

Beginn der Immunität: Hund: zwei Wochen nach Abschluss der Grundimmunisierung; Dauer der Immunität: Hund: nach der Grundimmunisierung 1 Jahr, danach 3 Jahre.

Versiguard

Rabies

Zur aktiven Immunisierung von Hunden, Katzen, Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen, Pferden und Frettchen (ab einem Alter von 12 Wochen und älter) gegen Tollwut. Die Impfung verhindert Erkrankung und Mortalität.

Beginn der Immunität: 14 bis 21 Tage nach der Erstimpfung; Dauer der Immunität: Hunde: Mindestens 3 Jahre nach der Erstimpfung.

Virbagen Tollwutimpfstoff

Zur aktiven Immunisierung von Hunden und Katzen ab einem Alter von 12 Wochen, um Mortalität und klinischen Symptomen von Tollwut vorzubeugen.

Der Schutz beginnt 3 Wochen nach der Grundimmunisierung. Die Dauer der Immunität wurde durch eine Belastungsinfektion für ein Jahr nach der Grundimmunisierung nachgewiesen. Nach der Boosterung ein Jahr nach der Grundimmunisierung liegen Belastungsinfektionsstudien über zwei Jahre vor.

Serologische Daten von Hunden und Katzen über einen Zeitraum von 3 Jahren nach der Boosterung lassen einen schützenden Antikörpertiter erwarten.