Navigation überspringen

 

Impftabelle

A. Kleine Haustiere

A. 3 Frettchen

* Gegen Tollwut geimpfte Tiere sind nach der Tollwutverordnung bei einem Kontakt mit seuchenverdächtigen Tieren bessergestellt. Zudem dürfen nur Tollwut geimpfte Heimtiere innergemeinschaftlich verbracht werden.

Jungtierimpfungen

Folgende Impfungen werden für das entsprechende Lebensalter empfohlen:

8 Lebenswochen:   Staupe
12 Lebenswochen:   Staupe, Tollwut

Staupe

Das Frettchen ist wie alle Marderartigen besonders empfänglich für das Staupevirus und entwickelt eine entsprechend schwere Symptomatik. Aufgrund der hohen Empfänglichkeit muss die Verwendung eines für Frettchen zugelassenen Impfstoffes besonders betont werden. Historisch belegt ist die hohe Empfindlichkeit des nicht domestizierten, ausschließlich in Nordamerika wildlebenden Schwarzfußiltis (engl.: black-footed ferret) für attenuierte Staupevirusstämme. Hundeimpfstoffe, die vermehrungsfähiges Staupevirus enthielten, töteten nahezu alle damit geimpften Tiere. Wenngleich diese Empfindlichkeit beim "normalen" Frettchen nicht vorzuliegen scheint, ist von der Verwendung von Hundeimpfstoffen bei Frettchen dringend abzuraten.

Es hat sich gezeigt, dass die Nachkommen immunisierter Muttertiere bis zum Alter von 10 Wochen maternale Staupeantikörper aufweisen können, die sich nach der Impfung mit dem Lebendimpfstoff nachteilig auf die vollständige Ausbildung eines Schutzes vor Infektion mit dem Staupevirus auswirken. Bei vorzeitiger Impfung wird keine belastbare Immunität für die Dauer eines Jahres aufgebaut. Allerdings reagieren auch sehr junge Welpen ohne persistierende maternale Antikörper im Fall einer Impfung mit einer schwächeren Immunantwort als ältere, über 10 Wochen alte Welpen. Deshalb wird sowohl bei Nachkommen immunisierter Mütter als auch bei sehr jungen Tieren ohne maternale Antikörper eine zweite Impfung für die Grundimmunisierung benötigt.

Tollwut

Das Frettchen ist ebenso wie Hund und Katze empfänglich für das Tollwutvirus. Pathogenese, Klinik und Prophylaxe sind identisch mit denen bei Hund und Katze. Bei der Impfung ist auf die Verwendung eines für Frettchen zugelassenen Impfstoffes zu achten. Gemäß Verordnung (EU) Nr. 576/2013 in Verbindung mit der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 577/2013 müssen tollwutempfängliche Heimtiere mit einem inaktivierten Impfstoff gemäß Herstellerangabe gegen Tollwut immunisiert sein, sofern sie innergemeinschaftlich verbracht werden sollen. Einige länderspezifische Einreisebedingungen bleiben davon unberührt.