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Impftabelle

C. Rinder

C. 3 Rindermast

In Mastbeständen geht aufgrund der zahlreichen Herkünfte und des geringen Alters der Kälber, das größte Risiko von Lungenerkrankungen aus. Die Grundimmunisierung gegen BRSV, PI3 und ggf. Mannheimia erfolgt in der Regel bei Ankunft im aufnehmenden Betrieb mit einer Auffrischung 3–4 Wochen später. Es wird aber empfohlen, diese Impfungen bereits im Herkunftsbetrieb vor dem Verbringen durchzuführen. Eine Wiederholungsimpfung sollte nach der Umstallung im Mastbestand erfolgen. Dabei werden bei der Grundimmunisierung zur Einstallung Impfstoffe bevorzugt, die intranasal verabreicht werden können. Zurzeit ist auch BVD in den Mastbeständen zumindest durch transient infizierte Kälber noch eine Gefahr.

Blauzungenkrankheit

Aufgrund behördlicher Allgemeinverfügungen, die auf entsprechenden Risikoeinschätzungen des Friedrich-Loeffler-Instituts basieren, ist die Impfung gegen Blauzungenkrankheit derzeit deutschlandweit möglich. Nachdem in den vergangenen Jahren in Frankreich und der Schweiz bereits Ausbrüche der BTV-Serotypen 8 und 4 in Grenznähe beobachtet wurden, wird BTV seit Dezember 2018 auch in Deutschland wieder nachgewiesen. Die BTV-8 Restriktionszonen erfassen mittlerweile weite Bereiche Südwestdeutschlands. In einer im Januar 2019 aktualisierten Stellungnahme hat die StIKo Vet die Empfehlung wiederholt, empfängliche Wiederkäuer gegen BTV-8 und ggf. 4 zu immunisieren.

Bovine Herpesvirus-Infektionen

Deutschland ist amtlich frei von Bovinem Herpesvirus Typ 1. Die Impfung ist mittlerweile in allen Bundesländern grundsätzlich verboten.

Bovine Virusdiarrhoe

In der Fressermast spielt BVDV als transiente Infektion und damit als Co-Faktor z.B. des Bronchopneumoniekomplexes noch eine Rolle. Eine Immunisierung gegen BVDV bei Einstallung in Kombination mit einer Impfung gegen die Enzootische Bronchopneumonie wird daher empfohlen.

Bronchopneumonie

Eine Einstallungsprophylaxe gegen die Enzootische Bronchopneumonie wird dringend empfohlen. Mit Ausnahme des intranasal zu verabreichenden PI3/ BRSV-Kominationsimpfstoffes werden alle diese Impfstoffe zweimal im Abstand von 3-5 Wochen verabreicht. Für Betriebe, in denen Mannheimia-Spezies nachweislich ein Problem darstellen, stehen zusätzlich Kombinations- oder Einzelimpfstoffe zur Verfügung, die Mannheimia haemolytica Komponenten enthalten. Ggf. steht bei einem entsprechenden Erregernachweis auch ein Kombinationsimpfstoff zur Verfügung, der eine Histophilus-somni-Komponente enthält.

Clostridiosen

Eine Impfung gegen Clostridieninfektionen kann zeitlich begrenzt in Betrieben erforderlich sein, in denen klinische Anzeichen aufgetreten sind, die für Infektionen und Intoxikationen, verursacht durch Clostridium perfringens, Clostridium septicum, Clostridium sordellii und Clostridium haemolyticum sprechen. Es wird die Verwendung eines Impfstoffes empfohlen, der ein möglichst breites Spektrum an Clostridien abdeckt. Parallel dazu sollten durch Optimierung der Fütterungs- und Haltungshygiene mögliche Ursachen bzw. prädisponierende Faktoren für die Clostidieninfektionen beseitigt werden.

Leptospirose

Eine Impfung gegen Leptospirose ist allenfalls bei aus den USA oder UK importierten Tieren zu erwägen. In Deutschland spielt die Leptospirose in Mastherden eine untergeordnete Rolle. Im Bedarfsfall ist ein Impfstoff gegen L. borgpetersenii Serovar Hardjo in Deutschland zugelassen.

Maul- und Klauenseuche

Es gilt ein generelles Impfverbot. Im Seuchenfall kann allerdings die zuständige Behörde eine Impfung in Form einer Not- (Suppressivmpfung mit dem Ziel die geimpften Tiere nach diener bestimmten Zeit nach der Imfung zu töten) oder Schutzimpfung (Impfung mit dem Ziel, die geimpften Tiere weiter zu nutzen) anordnen.

Salmonellose

Derzeit sind in Deutschland zwei Lebendimpfstoffe auf Basis der Salmonella-Serovare Dublin, bzw. Typhimurium und ein adjuvantierter Inaktivatimpfstoff auf Basis von S. Typhimurium zur Anwendung beim Rind zugelassen. Durch eine Impfung lässt sich die klinische Ausprägung einer Salmonellose und die Mortalität reduzieren.

Trichophytie

In Beständen mit einer klinisch erkennbaren Infektion mit Trichophyton verrucosum wird empfohlen, die gesamte Herde zweimal im Abstand von 10-14 Tagen zu impfen. In den Folgejahren sind Zukäufe ebenfalls zweimal im Abstand von 10-14 Tagen zu impfen.